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Diözesanjungschützenwallfahrt 2018

Artikel wurde von Michael geschrieben:

Am 28.04.2018 fand die 20.Jungschützenwallfahrt in Bergheim-Nord, Ortsteil Paffendorf / Glesch statt. Wir kamen etwa gegen 9 Uhr am Schützenheim in Bergheim-Paffendorf an. Es gab ein reichhaltiges Frühstück, allen hat es gut geschmeckt. Kurz bevor wir losgingen, wurde das Lied von der vierten Station angesungen das der Pfarrer aus Paffendorf mit der Gitarre begleitete und anschließend wurde vom Diözesanpräses das Wallfahrtskreuz an die veranstaltende Bruderschaft überreicht.

Als Erinnerung bekam die vorher austragende Bruderschaft von Berrenrath eine Mini-Version des Wallfahrtskreuzes. Wir sprachen ein Gebet und gingen dann alle gemeinsam gut gelaunt zur ersten Station. Dort war die Glescher Marienkapelle mit der Schutzmantelmaria. Glescher und Paffendorfer Schützen erzählten uns die Geschichte der Kapelle. Die Kapelle entstand aus einer Geschichte von einer Schiffskreuzfahrt auf dem Nil. Die Schützen sagten gemeinsam ,,Wir bauen zu Ehren der Muttergottes in Glesch eine Kapelle“. Der Grundstein wurde 2001 gelegt. Dazu wurden die Steine von der Friedhofsmauer aus Etzweiler entnommen, bevor der Ort wegen des Tagebaus abgerissen wurde. So lebt ein Stückchen Etzweiler hier in Glesch weiter.

Am 05.10.2001, nach nur 7 Monaten, wurde die Kapelle von Weihbischof Friedhelm Hofmann gesegnet und die ganze Pfarrei feierte mit. Es war ein interessante Geschichte, die wir da gehört haben. Danach ging es schon weiter zur zweiten Station. Diese führte uns an der Erft entlang, von Glesch zurück nach Paffendorf. An der zweiten Station wurde uns erzählt, dass hier die Erft entspringt und durch den Rhein-Erft-Kreis fließt und, dass der Rhein-Kreis Neuss nach einer Strecke von rund 100 km bei Neuss in den Rhein mündet. Hier wurden schon Piranhas und Guppys gesichtet. Das fand ich sehr überraschend. Es musste wegen dem Tagebau viel Wasser abgepumpt und abgeleitet werden. Wir standen hier an der Im Volksmund genannten ,,Erftwehr“ Stelle. Tatsächlich handelt es sich um eine Noteinleitstelle, die maximal 3 Mal im Jahr genutzt wird, wenn die anderen Einlaufstellen bzw. Leitungen nicht genutzt werden können oder bereits ausgelastet sind. Eine sehr interessante Geschichte über die Erft. Die dritte und letzte Stadion bevor es in die Kirche ging, war das Schloss Paffendorf. Hier wurde uns von der Entstehungsgeschichte und was sie für die Stadt Paffendorf und die Firma RWE,bedeutet, erzählt. Schloss Paffendorf wurde zwischen 1531 und 1546 unter Wilhelm von Bongart aus Backsteinen im Stil der Renaissance auf Grundmauern eines Vorgängerbaus erbaut.

Die Bedeutung, warum das Schloss Paffendorf auch für die Schützen wichtig ist, ist dass die Familie von dem Bongart der Schützenbruderschaft in Paffendorf viele Jahrhunderte sehr verbunden war. 1958 verkaufte die letzte Hausherrin, Marietta Freifrau von dem Bongart, den Besitz an die Rheinbraun, die frühere Tochtergesellschaft der RWE AG, als der damalige Tagebau Fortuna-Garsdorf die Grenzen des Schlossparks erreichte. 1967 richtete die RWE Forstabteilung im Schlossgarten einen Forstlehrgarten ein. Diese Geschichte rundete die Wallfahrt ab. Bei jeder Station sangen oder beteten wir bevor es weiterging. Jetzt waren wir bereit und es ging in die Kirche in Paffendorf. Der Gottesdienst war sehr abwechslungsreich und interessant gestaltet. Es gab ein Puzzle zu lösen, dass am Ende den Wallfahrtsorden darstellt. Ein Chor aus Paffendorf / Glesch sang mit uns die Lieder in Deutsch oder Englisch, es war alles dabei.

Ein sehr schöner Abschluss für unsere Wallfahrt. Vielen Dank an alle die die Wallfahrt so abwechslungsreich und schön gestaltet und es zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben.